In jedem Haushalt
wird unter Garantie sinnlos Strom verschwendet, meistens
aber unbewusst. Wir wollen Ihnen hier aufzeigen, wo
Potenzial zum Energie sparen steckt.
Sie sollten auch
überlegen, ob Sie nicht den Stromanbieter wechseln möchten.
Dazu finden Sie auf der Startseite eine
Vergleichsmöglichkeit.
Informationen zum Energiesparen
Vorab: Bitte organisieren Sie sich ein Gerät, mit dem Sie den
Stromverbrauch messen können. Diese Geräte werden zwischen Steckdose
und Verbraucher gesetzt und messen entweder den aktuellen Verbrauch
oder den Verbrauch eines bestimmten Zeitraumes. Mit Hilfe eines
solchen Gerätes können Sie sehr schnell Stromfresser erkennen. Es
muss ja nicht gleich ein neues Gerät sein, fragen Sie auch Nachbarn
oder Freunde ob Sie Ihnen ein solches Gerät ausleihen können.
1.) Stand By
Elektrische Geräte, die im Stand By Betrieb laufen verbrauchen
natürlich auch Strom. Sinn des Stand Bys ist es das Gerät beim
Anschalten so schnell wie möglich benutzen zu können - man kann es
mit einer Art Ruhezustand vergleichen. Der Stand By wird aber bei
modernen Geräten nicht mehr benötigt. Sie sollten diese Geräte daher
immer komplett abschalten.
Tipp 1: Verwenden Sie eine Steckerleiste mit einem Schalter, da
können Sie alle angeschlossenen Geräte mit einem Klick abschalten.
Tipp 2: Verwenden Sie spezielle Geräte zur Abschaltung der
Elektronik. Diese Geräte werden zwischen Steckdose und Strom
Verbraucher gesetzt. Bemerkt das Gerät, dass kaum noch Strom
verbraucht wird, schaltet es alle angeschlossenen Geräte aus.
Möchten Sie dann beispielsweise den Fernseher wieder anschalten
bemerkt es das Gerät und schaltet den Stromkreis wieder frei.
Beachten Sie dass Aufnahmegeräte (Video Rekorder, DVD Rekorder etc),
die im Stand By bleiben müssen, nicht abgeschaltet werden.
2.) Energiesparlampen
Sparen Sie bares Geld durch den Austausch Ihrer Glühbirnen mit
Energiesparlampen. Diese verbrauchen deutlich weniger Strom und
kosten heute kaum mehr als Glühbirnen. Der Aufpreis amortisiert sich
meist nach ein paar Monaten.
Sinnvoll ist es die Glühbirnen auszutauschen, die eine Zeit lang
brennen. Für kurze Brenndauern sind Energiesparlampen nicht
geeignet, das ständige Zünden wirkt sich kontraproduktiv auf die
Lebensdauer aus.
Zusammenfassung
Glühbirnen in Standleuchten, Deckenlampen etc.
sollten durch Energiesparlampen ausgetauscht werden. Lampen die nur
kurz eingeschaltet werden, wie beispielsweise Bewegungsmelder,
Treppenbeleuchtung etc., sollten mit Glühbirnen weiterhin betrieben
werden.
Rechenbeispiel:
Wir vergleichen eine Glühbirne mit 60W und eine
passende Energiesparlampe mit 11W. Die Leuchtdauer beträgt am Tag
ca. 4 Stunden. Die 60W Glühbirne verbraucht dabei im Jahr ca. 18
Euro, die Energiesparlampe lediglich 3,20 Euro. Nun
multipliziert sich die Ersparnis von ca. 15 Euro für jede Glühbirne
mit der gleichen Einschaltdauer.
Haben Sie es gewusst?
Haben Sie gewusst das die beste "Energiesparlampe"
die Neon Röhre ist? Diese verbraucht ebenso wenig Strom bei einer
besseren Lichtausbeute, denn die Energiesparlampe selbst ist nur
eine Abwandlung der Neon-Röhre.
Adäquate Leuchtmittel
Hier zeigen wir Ihnen auf, welche Leistung Ihre neue
Energiesparlampe benötigt, damit sie der Leuchtkraft der alten
Glühbirne entspricht:
Glühlampe
Energiesparlampe
15 W
= 3 W
25 W
= 5 W
40 W
= 7 W
60 W
= 11 W
75 W
= 15 W
100 W
= 20 W
120 W
= 23 W
3.) Kühlschrank / Tiefkühltruhen
Die meisten Stromkunden wissen nicht, dass auch die Kühlgeräte
unter Umständen sehr viel Strom benötigen. Gerade alte Geräte
verbrauchen viel zu viel Strom, das liegt einerseits an der älteren
Technik und anderseits an der mangelhaften Isolierung. Sie sollten
den Verbrauch mit Hilfe eines Strommessers über einen bestimmten
Zeitraum messen, natürlich bei 20-25° Zimmertemperatur. Rechnen Sie
dann den durchschnittlichen Verbrauch eines Tages aus und
multiplizieren Sie ihn mit 365 um den Jahresverbrauch zu erhalten.
Nun müssen Sie das Ergebnis mit dem aktuellen Strompreis für eine
Kilowattstunde multiplizieren. Vergleichen Sie das Ergebnis mit
neuen Modellen, meistens ist in Katalogen der jährliche
Stromverbrauch angegeben.
Vergessen Sie das Abtauen nicht, durch festgesetztes Eis muss die
Kühltruhe mehr Energie aufwenden um den Innenraum auf die
eingestellte Temperatur zu halten. Wer es bequemer möchte, sollte
beim Neukauf auf "No-Frost" Geräte achten, da ist ein Abtauen nicht
mehr nötig, da sich durch die Luftzirkulation kein Wasser mehr
absetzen kann.
Tipps:
Kühlschranktür kurz öffnen und wieder schließen
Tiefkühlgeräte ständig auf festgesetztes Eis prüfen und ggf.
abtauen
beim Kauf auf den Energieverbrauch achten, moderne Geräte
benötigen nur noch ca. 30-60 Euro (je nach Größe des Gerätes) an
Stromkosten im Jahr.
alte Tiefkühltruhen im Keller sind auszutauschen oder ganz
abzuschalten
im Sommer darauf achten, dass der Kühlschrank nicht der
direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist
hinter dem Kühlschrank muss Platz sein, damit die warme
Abluft des Wärmetauschers ungehindert entweichen kann
4.) Heizungspumpen / Umwälzpumpen
Umwälzpumpen sorgen dafür, dass warmes Wasser ständig in den
Leitungen zirkuliert und damit an den Entnahmestellen sofort zur
Verfügung steht. Dieser Luxus ist energetisch gesehen sehr teuer, da
einerseits das zirkulierte Wasser mit der Zeit abkühlt und
andererseits die Umwälzpumpe natürlich auch Strom verbraucht. Durch
den Austausch der Umwälzpumpe sparen Sie sehr viel Strom, wie
folgendes Beispiel verdeutlichen soll: Ihre Umwälzpumpe verbraucht
50 Watt und läuft 24 Stunden am Tag. Dadurch verbraucht sie im Jahr
438 KWH, was 87 Euro im Jahr an Stromkosten ausmacht (bei 0,20 Euro
/ KWH). Umwälzpumpen mit solchem Verbrauch sollten Sie austauschen
lassen. Ausserdem sollten Sie eine Zeitschaltuhr verwenden, denn in
der Nacht und bei Abwesenheit brauchen Sie kein heißes Wasser. Um
bei unserem Beispiel zu bleiben: Sie haben die Pumpe gegen ein neues
Gerät mit 6 W ausgetauscht. Ausserdem verwenden Sie nun eine
Zeitschaltuhr mit täglich 8 Stunden Pumpen - Betriebsdauer. Nun
verbraucht die neue Umwälzpumpe nur noch 3,65 Euro statt 87 Euro pro
Jahr. Abgesehen davon sparen Sie auch Gas bzw. Öl, da das heiße
Wasser nun nicht mehr ständig in der Leitung zirkuliert und dadurch
weniger Wärme entweicht.
Auch die Heizungspumpe sollte auf den Verbrauch überprüft werden und
ggf. ausgetauscht werden.
5.) Backofen und Herd
Nutzen Sie bei Elektroplatten am Herd die Restwärme. Schalten Sie
daher die Kochstellen 5 Minuten vor Ende der Garzeit ab. Das gleiche
gilt auch für den Backofen, hier können Sie sogar 10 Minuten vorher
abschalten. Überlegen Sie bei einer Neuanschaffung, ob Sie nicht
gleich ein Gasherd bzw. ein Induktionskochfeld nutzen möchten.